29.12.2010

Ein Bummel durch die Souqs

Heute morgen machten wir uns noch einmal auf den Weg, um die verschiedenen Souqs genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese Basarsträsschen sind fast alle überdacht, sie fächern sich hundertfach auf und man verliert sich schneller, als man denkt.

Vom Gold über Edelsteine, vom Silber bis zum Kaschmir, hier findet jeder 1000 wunderschöne Dinge. Umnebelt von einem betörenden Duftgemisch aus Magnolien und Jasminblüten, dazwischen unzählige, glühende Weihrauchduftlämpchen durchquerten wir all die kleinen Gassen, in denen sich Geschäftchen an Geschäfte reiht.

So viel Gold auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Und es ist echtes Gold. Es hat eine besonders gelbe Farbe und ist „very expensive“.

Pashminaschals, Kaschmirschals, alle in unzähligen Farbkombinationen wurden uns ebenso angeboten wie Weihrauch, einer Kostbarkeit des Oman. Handeln war angesagt, wobei immer alles 5 Rial zu kosten schien.

Keiner von uns, auch die Männer, konnte sich diesem Flair entziehen. Jeder kaufte ein. Wir waren sehr früh am Morgen da, und damit ziemlich alleine unterwegs. Die Preise schienen nicht zu hoch und handeln war gar nicht einfach.

So gegen 11 Uhr wandelte sich das geruhsame Bild drastisch. Touristen fielen busladungsweise ein und man wurde nur noch durch geschoben. Auch die Preise der Waren kletterten fast ums 3fache in die Höhe.

Fast fluchtartig verließen wir diesen Rummelplatz und waren froh, draußen zu sein. Aber das wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir dort waren. Es ist zu schön und verlocken dort.

Nach dem Mittagessen war relaxen angesagt. „Ab auf’s Oberdeck“ hieß es, und jeder suchte sich einen schönen windstillen Sonnenplatz. Wir wollen ja schließlich urlaubsmäßig getönt nach Hause kommen.

Heute Abend ist die erste größere Probe in den Kostümen. Gestern Abend probten wir erst eine andere Einfahrtvariante, die sehr gut aussieht, danach wurde die Schlussaufstellung der Show geübt. Da hakt’s noch etwas. Aber… no problem… wie Achmed immer sagt.

Unseren Pferden geht es sehr gut, gott-sei-dank kommen sie gut mit dem Klima zurecht. Täglich eine warme Dusche, denn das Waschwasser für die Pferde ist angenehm warm, fördert ihr Wohlbefinden. Auch die Kamele sind keine Monster mehr. Wir sind mächtig stolz auf unsere Norweger. Sie würden alle sehr gut in den Wüstensand passen und auch zu den Kamelen: rein farblich.

Inzwischen haben wir auch schon viele Kontakte zu den Amerikanern, den Jordaniern, den Omanis sowieso – denn Achmed ist immer für uns da – zu den Spaniern und ein klein wenig zu Jean François Pignon. Alles sehr locker und lustig hier.

Die Omanis sind immer überglücklich, wenn jemand von uns auf einem ihrer Kamele reiten möchte. Auf die sind sie sehr stolz.

In einer Stunde geht’s ab zum Training. Erstmals in unserer schwarz-sandfarbenen Teamkleidung. Lichtprobe… wurde uns gesagt. Was auch immer das heißen mag.

Bis morgenSusanne

Nachtrag zum Abend:

Das Training hat geklappt. Wir sahen alle super aus in unseren Teamklamotten. Übrigens waren alle Teilnehmer in Kostüm erschienen, welch ein Anblick!

Um 23:15 Uhr war das Training beendet. Wie von Geisterhand gebracht, gab es für alle Teilnehmer Pizza, Sandwiches und Getränke. Das ist ein Service!

Danach wollten die meisten nur noch ins Bett.

Ein gelungener Tag Susanne

Text: Susanne, Fotos: Ira